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Das bin ich (namentlich und genealogisch)

imaginäre Türklingel

Mein Name ist nicht FobbE. Ich bin nicht still.

Warum FobbE?

Mein Name ist mein Versteck.

Es ist zu fragen, warum ich mich verstecke. Es ist zu fragen, vor wem ich mich verstecke. Es ist zu fragen, ob es nötig ist sich zu verstecken. Es ist zu fragen, warum dieser Name und nicht irgend ein anderer. Es ist zu fragen, warum ich das Versteck zugleich suche und verlasse.

Will ich also nicht ich sein?

Ich hatte etwas scheu davor, meine Gedanken und Lieder zu veröffentlichen. Nicht weil ich diese Gedanken schlecht oder belanglos fand, sondern, weil ich ungern beachtet werde. Das hatten meine Gedanken aber nicht verdient, weil ich mir ja so viel Mühe gemacht habe, sie zu finden und sie zu sortieren. Ich wollte mich verstecken, doch nicht, das, was ich dachte.

Vor wem wollte ich mich verstecken? Das ist ganz merkwürdig. Ich teile meine Gedanken doch mit meinem nächsten Umfeld und mit der Welt ganz weit da draußen. Doch zwischen diesem Nahfeld und der Ferne, gibt es eine Gruppe, die ich nicht behelligt wissen will. Die Zwischenmenschen, die mich wohl ab und an sehen, aber denen ich nichts mitzuteilen habe, die zwar eventuell meinen echten Namen kennen, die aber nicht meine Freunde sind, mir vielleicht auch gar nicht wohlgesonnen sind. Das ist aber nur Einbildung. Eventuell. Ich habe ja niemandem etwas böses getan. Korrektur: Ich habe niemanden so sehr verletzt, dass er mich nun für den Rest meines Lebens dafür belangen muss. Ich will nicht von halbfremden Menschen auf der Straße angesprochen werden, auf das, was ich denke oder singe. Vor diesen Menschen verstecke ich mich.

Doch ich freue mich über alle, die mir aus der Ferne etwas schreiben. Mir ihre Meinung sagen, mich kritisieren. Darauf kann ich reagieren. Und ich freue mich über alle Antworten von Freunden.

Ist es nötig sich zu verstecken? Im Rückblick, nachdem ich 100 Lieder und einige Gedichte und Erzählungen zur allgemeinen Verfügung gestellt habe, war das nicht nötig. Es kommt keine harsche Kritik. Es ist aber nötig, um mir ein kleines Bisschen innere Freiheit zu verschaffen. Ich kann ja immer sagen: Das war FobbE und nicht ich. Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass ich und FobbE ja letztlich sowieso die Gedanken anderer wiedergeben.

Ich würde so weit gehen zu sagen, dass nichts, was mein Gehirn sich so zurecht gelegt hat, originär aus mir selber kommt. Ich stelle mir immer wieder vor, dass das Gehirn ein Verdauungssystem für Gedanken und Beobachtungen ist. Alles kommt von außen. Meinen Grundwortschatz und den Tonfall habe ich meinen Eltern zu verdanken. Die lyrischen Grundstrukturen all den Dichtern und Denkern, die sich in meinem Kopf einen Platz erschlichen haben. Die Nachrichten sind das Hintergrundrauschen für meine politischen Ansichten und die Ethik, von der ich hoffe, dass sie aus meinen Liedern spricht, hat sich entweder in vierzig ereignisreichen Jahren herausgebildet oder war sowieso schon vorprogrammiert: von Gott, von der Evolution oder von wem auch immer. Was ist also dann noch die eigene Leistung? Ich denke sie besteht lediglich darin, alles neu zu sortieren, was so im Kopf herumschwirrt. Und deshalb ist es gleichgültig, ob ich sage, diese 100 Lieder sind von Tobias oder sie sind von FobbE.

Ich verstecke mich und sage allen, wo mein Versteck ist. „Das macht keinen Sinn!“ könnte man jetzt sagen. Warum verlasse ich also mein Versteck, indem ich sage wer ich bin?

Es ist Teil des Spiels, sich selbst zu überlisten. Du traust dich nicht aus deinem Schneckenhaus, weil du deine Schwächen kennst, aber wenn du vorgibst ein anderer zu sein, gelingt es dir auf einmal. Jetzt wo du draußen bist, ist es nicht mehr wichtig, denn alle haben dich gesehen.

Warum dieser Name und kein anderer. So richtig gut ist mein Versteck von Anfang an nicht gewesen, denn ich habe einen Namen meiner Vorfahren gewählt. Und davon den Zweig des Stammbaums, der am häufigsten vertreten ist, und der am weitesten zurückreicht. Erst viel später habe ich mich tierisch gefreut, dass eine mögliche Etymologie des Namens auf den friesischen Volksbarden zurückgeht. Ob‘s stimmt habe ich nicht überprüft, denn Fobbe ist eher westfälisch als friesisch. Der wichtigste Grund ist aber, dass meine Großmutter mich in ihren letzten Jahren mit ihrem früh gestorbenen Bruder Willi Fobbe verwechselt hat. Also Oma hat gesagt: Du bist Willi! Und schwupps, da war ich FobbE.


Ich stelle hier in aller Offenheit eine kleine Genealogie in die Öffentlichkeit. Es gab keinen Barden in meiner Familie. Aber der Nachname Fobbe taucht sowohl in meiner mütterlichen als auch in meiner väterlichen Linie auf. Kleines Dorf halt. Da gibt's schon mal Überschneidungen.

ich

meine Eltern

meine Großeltern väterlicherseits

Wilhelm Bracht, 1908-1977

oo Maria Fobbe 1913-2008

 

meine Großeltern mütterlicherseits

Willi Fobbe (*1905+1998), Anstreicher

oo Elisabeth Gerlach (*1915+2001)

meine Urgroßeltern mütterlicherseits

Josef Fobbe (*1869+1942), Anstreicher

oo Elisabeth Trilling (*1870+1901) und Christine Trilling (*1868+1958)

 

meine Urgroßeltern väterlicherseits

Heinrich Fobbe (*1879+1970)

 oo Maria Oberhoff (*1886+1928)

meine Ururgroßeltern väterlicherseits

Josef Fobbe (*1839+1922)

oo Elisabteh Koch (*1851+1916)

 

meine Ururgroßeltern mütterlicherseits

Wilhelm (*1838+1890), Maurer

oo Josephine Fobbe, (*1845+1909)

meine Urururgroßeltern väter- und mütterlicherseits

Phillip Fobbe (*1806+1868), Beruf: unbekannt

oo Gertrud Fobbe (*1811+1895)

meine Ururururgroßeltern

Anton Fobbe (*1778+1851), Beruf: unbekannt

oo Annnadorothea Schlenke (*1775+1846)

meine Urururururgroßeltern

Johann Friedrich Heinrich Fobbe (*1753+1789), Beruf: unbekannt

oo Anna Maria Prior (*1752+1834)

meine Ururururururgroßeltern

Albert Fobbe (*1719+1783, Beruf: Holzförster

oo Anna Elisabeth Baumann (*1719+1761)

meine Urururururururgroßeltern

Johann Daniel Fobbe (*1682+1735), Beruf: Waldhüter

oo Susanne Koch und Anna Maria Zimmermann (*1689+1759)

meine Ururururururururgroßeltern

Daniel Fobbe (*1630+ca.1697), Beruf: Schuhmacher

oo Eva N. (*unbekannt+1711)

meine Urururururururururgroßeltern

Hunold Fobbe (*1600+1664), Beuf: Schuhmacher, Kämmerer, Armenprovisor

oo N.N. seit 1628

Brüder: Cord Fobbe und Merten Fobbe

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