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Musik

eine kleine Diskografie

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150 Unangst

Auf welche Weise willst du eingesperrt sein?

Und wie soll dich die Gesellschaft formen?

Erstickst du an Worten der Unsagbarkeit?

Oder bist du von vornherein verloren?

Wie lässt du dir Angst einjagen?

Packt die Unangst dich beim Schopf?

Dann treib die Teufel aus!

Falsche Wörter raus aus dem Kopf.

 

Wer sicher ist, der rechten Meinung zu sein,

Hat sie oft nur andern abgehört.

Beim Lauschangriff auf deine Ohren

Wurde tief in dir Gedankengut zerstört.

Überzeugen macht unfruchtbar.

Vielleicht bist du unterzeugt?

Deine neuen Friedenstauben

Wirken irgendwie betäubt.

 

Ich bin ein Wegseher, 

Aus-dem-Weg-Geher,

Ein Fernbleiber,

Ein Abstreiter,

Ein Zu-mir-mich-Leger,

Ein Gedanken-Leser,

Ein Durchsteher,

Ein Un-Angst-Seher.

 

Da pflegst du die Früchte der Information,

Erkenntnis hängt am Baum der Illusion.

Und wir gackern: Ach man möge uns verschonen!

Wer Lügeneier brütet wird in Lügen wohnen.

Wir sind der Unruhe zu nah,

Seit wir die Zeit zerteilten,

Um im Gegenlauf zur inneren Uhr

Rastlos alten Zeigern nachzueilen.

Eigentlich brauchen wir Reizunterdrückung

Für ein menschliches Zusammensein

Doch quasseln aus Geräten Labertaschen

Und gute Taten scheinen rar zu sein

Keine Welt ist natürlicher

Als die ohne jedes Formular.

Alles was nicht menschlich ist

Ist natürlich wunderbar.

 

Ein Ins-Leben-Taucher

Ein Sich-nicht-Versichrer

Ein Licht-Aushaucher

Ein Karten-Mischer

Ein uninformierter

Unifomierter.

 

Und dann sie predigten Wein als Simultanstimulanz

Und ich dachte nur das wird das Ende sein.

Ich war der Staunende am Stauende.

Dieses Wasser macht mich niemals rein.

Kein Leid ist je anderswo!

So kriegst du das niemals aus der Welt.

Und ich beschreie das Leid, und durchschreite die Welt

Und bestelle dann mein eigenes Feld.

Fühlen wir uns denn hier wirklich wohl?

Haben wir uns gut hier eingerichtet?

Welche dieser Phrasen scheinen hohl?

Wälder der Ideen ausgelichtet?

Ich will vom Weg weg.

Ich wünscht ich wär wer.

Entgleitende Gelegenheiten.

Vielleicht ein zur Ruhe-Kommer?

 

Ich bin ein Wegseher,

Aus-dem-Weg-Geher,

Ein Fernbleiber,

Ein Abstreiter,

Ein Zu-mir-mich-Leger,

Ein Gedanken-Leser,

Ein Durchsteher,

Ein Un-Angst-Seher.

 

Als der Wald die Küste erreichte,

Nach seinem Jahrtausende weitem Weg, 

Stürzte sein Holz in die Fluten,

Doch er versank nicht, er wehte hinüber.

Als die Menschheit die Berge erreichte,

Nach ihrem Jahrtausende weitem Weg,

Schmolzen die Gletscher

Und spülten Schätze frei.

 

Und dann schnitzten sie,

Und dann feilten sie,

Und dann malte wer,

Und dann sangen sie.

Wir folgen dem Beat der natürlichen Wahrheit,

Und hier ist mein Lied, ein Splitter der Klarheit.

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Musik will eigentlich nur sich selbst. 

Was aber, wenn sie den Gedanken mehr Kraft verleiht?