Niemands Land,
Ich war gespannt,
Als ich mich fand
An deinem Strand.
Endlich, dachte ich, ein Ort,
Den Niemand kontrolliert.
Ich ahnte nicht,
So neu im Land
Dass Niemand sein
Ich nicht verstand.
Steht hundert mal auch Heimat dran,
Es bleibt doch Niemands Land.
So hell wie hier fand ich es sonst noch nie.
Trotzdem ist es überall stockdunkel irgendwie.
Die Freiheit riesig, dass man Angst bekommt.
Und niemand, der sie nimmt
In Niemandsland.
Durchgebrannt in Niemands Land
Verloren viele den Verstand.
Übermannt hielt niemand stand,
Was niemand interessiert.
Geführt von niemands kalter Hand
Stellt niemand jeden an die Wand.
Der Rücken fühlt den kalten Stein
Mein Platz im Niemandsland.
Was haben Mensch denn sonst je gekonnt?
Immer schien die Sonne hinterm nächsten Horizont!
Und kam man näher war es wieder nur
Der tote kalte Strand
Vom Niemandsland.
(Text: Frank Ravel)