Cookie-Richtlinie Datenschutzerklärung 22. Dezember

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22. Dezember

Galu erfährt, was für ein großer Held er doch eigentlich ist

 

Kaum hatte Galu allen einen guten Morgen gewünscht, als er auch schon in eine große Decke gehüllt und nach draußen getragen wurde. Hier wartete ein riesiger Schlitten, den alle bestiegen. Gila trug einen Korb mit Beeren und schneeländischem Schmelzwasser, Mozzel hatte einen riesigen Strauß mit Alpenveilchen im Arm und diese dritte Person, die Galu ein wenig unheimlich vorkam, mit seinem weiten purpurnen Mantel und mit dem wilden Rauschebart trug einen riesigen Sack auf den Schultern.

Kaum hatte sich Galu auf den Schlitten gesetzt, ging die Fahrt los. Erst jetzt wollte er seinen Mund öffnen, um eine der vierundsiebzig Fragen zu stellen, die ihm auf dem Herzen lagen. Doch Mozzel kam ihm zuvor. „Herzlich willkommen daheim in Klimanien! Und auf wiedersehen, Klimanien, wir werden wohl so bald nicht hierher zurückkehren.“

Ach Galu,“ sagte Gila. „Wenn du wüsstest, was du geschafft hast. Ganz erschöpft warst du von deiner langen Reise. Und wir waren ernsthaft besorgt um dein Wohlergehen, als die Menschen dich zu uns ins Schloss gebracht haben. Doch wir konnten dich schnell wieder aufpäppeln. Schließlich kenne ich noch immer die guten alten Wichtel-Rezepte, noch von meiner Urgroßmutter! Was denkst du jetzt, kleiner Held. Du hast es geschafft. Du hast der ganzen Menschenwelt bewiesen, wie stark die Kräfte der Fantasie sind. So lange haben sie uns missachtet und jetzt schreien sie förmlich danach, dich zu sehen. Man plant schon einen Kinofilm, Mozzel soll die Hauptrolle spielen - dich. Und was glaubst wohin wir nun fahren?“

Galu wandte sich mit einem riesengroßen Fragezeichen im Gesicht an Mozzel. „Wohin?“

Zu den Menschen natürlich!“ sagte Mozzel. „Aber keine, Angst, nachdem die Grenzen erst einmal überwunden sind, geht das nun ganz schnell.“

Und tatsächlich, der Schlitten brauste über die Hügel Schneelands, dass es nur drei Stunden dauerte, bis sie die großen Weltmeere erreichten. Hier erhob sich der Schlitten in die Lüfte und schwebte über den Atlantik und den Pazifik hin und her. Mozzel begann seine Alpenveilchen, eins nach dem anderen hinab zu werfen und freute sich dabei wie ein kleines Kind, das das schönste Weihnachtsgeschenk bekommt.

Aus den Augenwinkeln blickte Galu auf den Weihnachtsmann, der den Schlitten lenkte.

Gila bemerkte das und sagte. „Er ist jetzt frei. Und das hat er nur dir zu verdanken. Du hast den richtigen Weg gewählt und allen Widrigkeiten getrotzt. Gleich nachdem du uns erreicht hattest, sind wir zurück nach Klimanien geflogen, wo Mozzel schon auf uns gewartet hat. Der Weihnachtsmann hat hier seinen Geschenkesack vollgepackt und nun fahren wir alle zu den Menschen und feiern Weihnachten.“

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Gedanken sind wie zügellose Pferde