Die fliegenden Büchsen

Es gibt in der Geschichte der Träume welche, die ich mir nie erklären werde. So dieser:
Ich sitze auf einer Bank in einer Stadt. An mir vorbei schwebt ein Kunstwesen, das aus einem Dreieckskopf und einem ovalen Unterbau besteht. Ganz aus Blech, leicht angerostet. Es schwebt auf ein Haus zu. Ich steh auf um beobachten zu können, was passiert.
Ein Mann öffnet, lässt sich vom fliegenden Blech-Roboter etwas aushändigen. Dann schwebt es zurück an mir vorbei. Ich geselle mich zu ihm, begleite es ein paar Meter. Da ich bemerke, dass es sprechen kann, frage ich nach woher und wohin. Es erklärt mir, dass es zurück müsse, und ich nicht mitgehen solle.
(Hier könnte es sein, dass ich meinem Traum etwas hinzufüge, was nicht wirklich passiert ist).
Doch dann sehe ich, dass es nicht das einzige Wesen ist. Viele solcher Geräte schweben an mir vorbei, klingeln da und dort an den Haustüren, überbringen Pakete.
Als ich am nächsten Tag auchwache, will ich den Mann des ersten Hauses aufsuchen, doch man erklärt mir er sei tot, er habe schon lange sterben wollen. Bei der Polizei wundere man sich in letzter Zeit über häufiger werdende Todesopfer, die allesamt laut Bekanntschaft, keinen Drang zum Leben mehr hatten.
Ich warte dann auf das nächste Ding und folge ihm in eine Art Einsatzzentrale. Ich sei Mitarbeiter, dies nur um hineinzugelangen. Das war ganz leicht. Ich entschlüssele das Rätsel. Jemand, der scheinbar das ganze Spielchen steuert erklärt mir, er habe diese Blechbüchsen konstruiert um Menschen gegen Geld beim Sterben zu helfen. Das sei ja nicht so ganz erlaubt und daher sei die Auslieferung des Todes per Blechkasten, der übrigens von Staatsdienern nicht wahrgenommen werde, ratsam gewesen. Ob ich mitarbeiten wolle? Ja. Ich lerne die Belegschaft kennen. Ich treffe die Blechbüchse, die ich zuerst gesehen hatte, erneut. Sie erzählte von ihren Kunden.
(Nun gibt es einen Sprung in meinem Traum, in der Art, dass ich nicht mehr sagen kann, ob ich in den Blechkasten verliebt bin, oder ob ich die Mitarbeiterin des Konkurrenzunternehmens kennen lerne.)
Plötzlich ist von Bewaffnung die Rede und für den nächsten Tag ist etwas ziemlich illegales geplant. Da ich noch nicht richtig dazu gehöre, scheint mir der ganze Traum auf einmal sehr suspekt.
Die Mitarbeiterin des Konkurrenzunternehmens oder der Blechkasten verliebt sich in mich und zerrt mich in eine Kammer, worin wir schlafen. Dies ist eine sehr kleine Kammer mit einem winzigen Fenster und einer großen Schrankwand. Ein oder zwei Betten, ich kann es nicht so genau sehen. Benutzt wird nur eines, das aber konsequent. Ja ich liebe sie oder es, wer oder was auch immer sie oder es ist.
Als ich erneut aufwache ist es endlich ein realer Morgen. Das Traumbild vom fliegenden Blechkasten fällt mir erst beim Anblick einer Tonfigur mit rundem Kopf ein, als ich denke, „Ach Mensch, guck mal, das gibt es auch in dreieckig!“