Liedtexte

 

Silberbänder säumen mein Revier,

Goldene Netze überm Flickenteppich.

Und durch den feinen Staub dringt rot die Sonne zu mir.

Ach hätt ich, hätt ich, hätt ich...

 

...die Zeche bezahlt und geschlossen.

Ein Rostkoloss trägt schwarzes Gold auf einem trüben Fluss.

Auf dem Schlackeplatz hab ich ein Tor geschossen.

Es schneit Persil und es regnet bittren Ruß.

 

Was gibt mein Land noch her?

Mein Acker liegt am Boden!

Ein Wolf streicht längs des schwarzen Teers.

Wieviele Bäume kann man roden?

 

Schraub meine Räder in den Wind,

Schraub meine Schaufelräder durch die Heimaterde.

Partikel streicheln meine Flügel,

Auf dass ich größer, schneller, weiter, besser werde!

 

Ich reiße Berge ein, ich dehne Wüsten aus,

Verschenke Kunststoff an die ganze Welt.

Ich trockne Flüsse aus und mache Städte platt.

Die nächste Grube hat mein Satellit gewählt.

 

Was gibt mein Land noch her?

Mein Acker liegt am Boden!

Ein Wolf streicht längs des schwarzen Teers.

Wieviele Bäume kann man roden?

 

Alte Löcher sind schon fast mit Wasser gefüllt,

Das neue Dorf verkabelt und erschlossen.

Ich hab aus Erz noch einen letzten Kupferdraht gespült.

Glück auf, Glück auf, Kameraden und Genossen!

 

Es spiegelt Glas die Wände aus Beton,

Es dringt durch Glasfaser mein Wunsch und mein Gedanke.

Und in der Luft hängt seit gestern ein betörendes Gas.

Mein Netz wächst, oh Welt, ich danke!

 

Was gibt mein Land noch her?

Mein Acker liegt am Boden!

Ein Wolf streicht längs des schwarzen Teers.

Wieviele Bäume kann man roden?