Von Alpenveilchen und Schlittenkufen
„Mozzel? Was ist denn das für ein Name?“
„Ach, das ist ähnlich wie bei dir. Du bist ein Glau und nennst dich Galu. Ich bin ein Splukus und nenne mich Mozzel. Ganz einfach.“
„Das ist überhaupt nicht einfach. Das ist furchtbar kompliziert. Wie kann man nur auf solche merkwürdigen Gedanken kommen?“
„Wie kann man nur denken, man könne Spluküsse einfach so als Abendbraten verzehren?“
„Splukusse, das heißt Splukusse!“
„Ach, nimm das doch nicht so genau.“
Auf diese Art ging das Gespräch zwischen Galu und Mozzel die ganze helle Nacht hindurch weiter. Sie bemerkten nicht einmal, dass es plötzlich Zeit zum Frühstücken war. Dann bemerkten sie nicht, dass die Mittagsstunde vorüberflog, die Zeit des Abendessens und so noch einige weitere Tage. Irgendwann sagte Galu plötzlich „So!“
Mozzel war gerade dabei, Galu den Unterschied zwischen Alpenveilchen und Schlittenkufen zu erklären. Der liegt nämlich hauptsächlich in ihrem Duft.
„Was heißt denn hier: So?“ wollte Mozzel empört wissen. Er hätte gerne noch eine Weile weitererzählt.
„Wir wollen etwas unternehmen! Zwei Freunde sollen nicht die ganze Zeit mit Reden verbringen. Sie sollen auch etwas unternehmen.“
„Was um alles in der Welt, willst du denn tun?“
„Ich möchte wissen, was am Rand von Klimanien ist. Ich bin schon so oft weit nach Schneeland und weit nach Grünland hinein gewandert. Aber nie konnte ich ein Ende erreichen. Jetzt sind wir zu zweit. Und zu zweit kann man alle Fragen lösen!“
Mozzel schmunzelte, stimmte aber zu und eilte schon zur Tür. Galu wollte es ihm nachtun, hatte aber scheinbar vergessen, nachdem er vier Tage mit Mozzel am Tisch gesessen hatte, wie er mit seinen Füßen umgehen sollte, so dass er erst einmal der Länge nach auf den Boden fiel. „Und so jemand will mit mir die Welt durchwandern. Ich muss mich doch sehr wundern, Galu! Auf diese Weise erreichen wir weder Sebabel noch Besoram.“
